Das Theater im
Teufelhof Basel

Das Theater im Teufelhof Basel hat sich als Ort für aussergewöhnliche, pointierte und verblüffende Kleinkunst profiliert. Kabarett-Vorstellungen und satirische oder subtil-humorvolle Programme, welche, in der Regel, von den Künstlerinnen und Künstlern selbst geschrieben und gespielt werden, bilden den roten Faden im Spielplan. Das Theater fördert neben bekannten Namen auch unbekannte Talente und begleitet sie auf ihrem künstlerischen Weg. Das Theater im Teufelhof verfügt über 98 Plätze. Spieltage sind normalerweise Do/Fr & Sa um 20 Uhr 30; die «Schaufenster»-Reihe findet jeweils am Montagabend statt. Dank der direkten Verbindung zum Gast- und Kulturhaus Teufelhof werden im Preis reduzierte Kombinationen von Nachtessen und Theaterbesuch angeboten.


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Programm Theatersaison 2019/20

Do, 12. bis Sa, 14. Dezember 2019, jeweils um 20.30h Helmut Schleich «Kauf, du Sau!»

Kauf, du Sau!
Foto: Katharina Ziedek
Hintersinniges und satirisches Kabarett der Extraklasse

 

Sie haben schon richtig gelesen. Sie sollen kaufen. Und wenn Sie nichts kaufen, fliegen Sie raus! Denn: Wer nicht flüssig ist, ist überflüssig. Und überflüssige Menschen haben im Paradies der schönen neuen Warenwelt nichts verloren. Die verschmutzen nur das Konsumklima. Aber Sie sollen nicht nur kaufen. Sondern auch verkauft werden. Nämlich für dumm. Weil Waren und Wahrheiten sich leichter unters Volk bringen lassen, wenn keiner zu genau hinschaut … Helmut Schleich geht das gehörig gegen den Strich. Und deshalb rückt er der vom Kaufrausch narkotisierten Gesellschaft mit seinen zugespitzten Bosheiten zu Leibe – bis die Konsumblase platzt!

Programm in Deutsch

Do, 16. bis Sa, 18. Januar 2020, jeweils um 20.30h Philipp Scharrenberg «Germanistik ist heilbar»

Germanistik ist heilbar
Foto: Pierre Jarawan
Ein Mix aus slammigen Gedichten, Songs, Raps und Kurzgeschichten

 

Hier sollte eigentlich ein Text stehen mit Phrasen wie "strapaziert die Lachmuskeln" und "lässt kein Auge trocken". Ein Text, der möglichst viele Preise einbaut, um zu beschreiben, wie Philipp Scharrenberg reimend, sprachverspielt und philoso-frisch die Folgeschäden seines Daseins als nerdiger Germanist aufarbeitet. Ein Text, der alle Register zieht und Fragezeichen der Neugier ins Gehirn stanzt. Aber darauf fällt niemand herein. Besser ist, Sie lassen sich überraschen. Natürlich ist es schwer, wenn Erwartungen nicht erfüllt werden, und noch schwerer, keine zu haben. Aber probieren Sie es doch einfach mal!

Programm in Deutsch

Mo, 20. Januar 2020, 20.30 Uhr Andreas Schertenleib «Mein Leonard Cohen»

Mein Leonard Cohen
Foto: zvg
Eine szenische Wiedergeburt: musikalisch, mit Witz und Selbstironie

 

Den Übersetzer Gabriel Engel, der von seinem Verleger den Auftrag bekommen hat Cohens Gesamtwerk zu übersetzen, faszinieren die unbekannten Seiten des Sängers. Er erzählt von dessen Anfängen als Schriftsteller, zitiert Gedichte des kompromisslosen jungen Dichters und erfreut sich an den selbstironischen Texten, die Cohen später im Kloster schrieb, als er sich fünf Jahre aus dem normalen Leben zurückzog. Je länger Engel redet, übersetzt, erzählt und singt, desto mehr beginnt er sich mit Cohen zu identifizieren und erweckt den Sänger so zu einem anderen Leben. Ein Theaterabend voll Musik, Prosa und Spass.

Programm in Mundart und Deutsch

Do, 23. bis Sa, 25. Januar 2020, jeweils um 20.30h Christoph Simon «Der Richtige für fast alles»

Der Richtige für fast alles
Foto: zvg
Eine romantische Solo-Kabarett-Komödie

 

Der kabarettistische Senkrechtstarter, der mit dem renommierten «Salzburger Stier» geehrt wurde, erzählt in seinem neuen Programm von zwei Menschen in zwei Welten. Er: ein Vagabund. Sie: eine Geschäftsfrau. Er erhöht mit seiner Gitarre den Umgebungslärm. Sie sitzt von der Liebe enttäuscht im Büro. Tränen tropfen auf den Computer, was der Tastatur gar nicht gut tut. Also beschliesst er, ihr einen Mann zu finden: den Richtigen für fast alles. Neunzig Minuten voller Turbulenz, Drama und Verführungsfrust.

Programm in Mundart

Do, 30. Januar bis Sa, 1. Feburar 2020, jeweils um 20.30h HG. Butzko «echt jetzt»

echt jetzt
Foto: Peter Knaup
Der Hirnschrittmacher des Deutschen Kabaretts spricht Klartext

 

In einem sind sich Wissenschaften und Religionen einig: Der Mensch lebt nur im „Hier und Jetzt“. Doch hantiert der Mensch am Smartphone oder Tablet rum, ist er urplötzlich im „Zewa“, also im „Wisch und Weg“. Und wenn man bedenkt, wie viel Einfluss dieses digitale Paralleluniversum bereits auf unser Leben hat, dann muss man feststellen: Die wirklich Mächtigen sitzen nicht auf den Regierungsbänken der Parlamente oder an der Wall-Street, sondern im Silicon Valley. Und genau dorthin hat Butzko seine investigativen Recherchefühler ausgestreckt, Hinter- und Abgründe beleuchtet und Erschütterndes herausgefunden. Und zwar erschütternd für das Zwerchfell, aber auch für die grauen Zellen.

Programm in Deutsch

Do, 6. bis Sa, 8. Feburar 2020, jeweils um 20.30h Uta Köbernick «Ich bin noch nicht fertig»

Ich bin noch nicht fertig
Foto: Patrick Labitzke
Politisch hellwach, mit hinreissender Komik und virtuosem Gesang

 

In Köbernicks neuem Programm wird die Welt nicht geschönt, aber schöner. „Ich bin noch nicht fertig“ ist frohe Drohung. Ist Einsicht und Verheissung. Ist entschlossenes Zögern und das Gegenteil von Meinung. Ist Motor und Lähmung, ist tobender Stillstand. Ist beängstigende Freude. Ist Witz. Ist Ehrenrunde. Ist Trost vielleicht. Und faule Ausrede. Ist präzise Schlamperei. Ist Analyse mit sensiblen, musikalischen Messgeräten. Ist vollendete Skizze. Als scheinintegrierte Deutsche in der Schweiz treibt die gebürtige Europäerin ihre Ostberliner Wurzeln tief in die Blumentöpfe unserer Vorurteile.

Programm in Deutsch

Mo, 10. Feburar 2020, 20.30 Uhr InterroBang‽ «Im Garten Reden»

Im Garten Reden
Foto: Ruben Hollinger
Kabarett mit Worten, Klischees und geistreichem Witz

 

Mit Sprachwitz und Körpereinsatz erzählen die beiden Slam-Kabarettisten Manuel Diener und Valerio Moser die grossen Geschichten der Menschheit, die kleinen Geschichten des Alltags und ihre eigene Schreibens- und Leidensgeschichte. Auf der Suche nach göttlicher Inspiration machen sie sich auf den Weg in den Garten der Ideen – und nehmen das Publikum gleich mit. Sie beginnen bei Adam und Eva und enden bei der Erkenntnis: Scheitern ist geil. «Im Garten Reden» ist ein Stück, das das Leben der Zuschauenden nachhaltig verändern kann.

Programm in Mundart

 

Do, 13. bis Sa, 15. und Do, 20. bis Sa, 22. Feburar 2020, jeweils um 20.30h Joachim Rittmeyer «Neue Geheimnische»

Neue Geheimnische
Foto: Martin Jenny
Ein ganz normaler Kabarettabend …

 

Darf ein Manager zur Arbeit mal seinen Hund mitbringen? Oder ein Zahnarzt? Auch dann nicht, wenn der ganz brav ist und schläft? Wird kaum gebilligt. Aber das Publikum duldet es, wenn der Kabarettist Rittmeyer für einmal jemanden mitbringt, der ganz still ist und schläft. So in seinem neuen Stück, das ein starkes Stück ist und seinen Nischenfiguren Brauchle, Metzler und wie sie alle heissen die erneute (vielleicht letzte?) Gelegenheit gibt, über den Abgründen des Alltäglichen zu balancieren, wie wenn dies das Selbstverständlichste wäre.

Programm in Mundart

Fr, 13. und Sa, 14. März 2020, jeweils um 20.30h Schertenlaib & Jegerlehner «Textur»

Textur
Foto: Reto Camenisch
Sehnsuchtsgroove und Texte – absurd, poetisch und sehr musikalisch

 

Auch in ihrem neuen Programm arbeiten Schertenlaib & Jegerlehner mit der subversiven Kraft der Phantasie, pendeln schwankend zwischen höherem Blödsinn und der Tiefe des Raums. Ordnung und Chaos, Innigkeit und leichtfüssiger Irrsinn, Weltallmusik und Klangteppich verdichten sich. Übrig bleibt die Suche nach Rhythmus, Poesie, Sinnlichkeit und Balance. Während Schertenlaib noch ganz bei sich ist und nach der Quadratur des Kreises sucht, schwadroniert Jegerlehner leichtfüssig entlang der Weltläufigkeit und verstrickt sich im Groove. Beide wissen: Es ist der beat, der bleibt.

Programm in Mundart

Mo, 16. März 2020, 20.30 Uhr Peter Lenzin «Von Tuten und Blasen»

Von Tuten und Blasen
Foto: zvg
Ein humoristisch-musikalisches Soloprogramm

 

Peter Lenzin ist sensibel. Hypersensibel! Und er verträgt Stille ganz schlecht. Was bleibt dem klassisch ausgebildeten Jazz-Musiker anderes übrig, als diese Stille zu füllen? Mit Songs in Moll und Dur, verrückten Bühnen- und Backstage-Geschichten und haarsträubenden Anekdoten über schlecht gelaunte Russen, zum Himmel stinkenden Ziegenfell-Dudelsäcken und Groupies, die immer nur das eine von ihm wollen: reden. Nach diesem Solo-Abend hat man ganz bestimmt Ahnung von Tuten und Blasen. Regie: Michel Gammenthaler.

Programm in Mundart

 

Mi, 18., Mi, 25. März und Mi, 1. April 2020, jeweils um 20.30h Heinz Margot «Der Souffleur»

Der Souffleur
Foto: Marc Gilgen

Schweizer Erstaufführung

Ein humorvoller Monolog über das Leben und Leiden am Theater von Stephan Eckel

 

Reinald Grün ist von Beruf Souffleur an einem Stadttheater. Und wäre das an sich nicht schon schlimm genug, so leidet er dort zudem fürchterlich unter gottähnlichen Regisseuren, unprofessionellen Schauspielern und einem affektierten Publikum. Natürlich hadert er auch mit seiner Unsichtbarkeit auf der Bühne und dem Undank dieser Theaterwelt. Und so kommt es, dass alle auf humorvolle und bitterböse Art ihr Fett abbekommen. Sein Leben wäre wohl gänzlich unerträglich, gäbe es da nicht seine grosse Liebe: das Gretchen aus Goethes Faust! In diese, schon unzählig oft interpretierte Frauenfigur, verliebt er sich bei jeder Inszenierung aufs Neue. Regie: Roland Suter.

Programm in Deutsch

Do, 19. bis Sa, 21. März 2020, jeweils um 20.30h Bernd Gieseking «Finne Dich selbst»

Finne Dich selbst
Foto: Holger Lorenz
Ein Kabarettabend als Roadtrip ins Land der Rentiere

 

Mit seinen Eltern Ilse und Hermann auf dem Rücksitz bricht Bernd Gieseking nach Finnland auf, um seinen Bruder, der sich in eine Finnin verliebt hat, in seiner neuen Heimat zu besuchen. Denn die gebürtigen Ostwestfalen können vor allem eins sehr gut mit den Finnen: zusammen schweigen. Aber wer sind die Menschen dort? Verschrobene Einzelgänger? Trinkfest und sangestüchtig? Und warum sprechen die Finnen eine so verteufelt schwere Sprache? Gieseking präsentiert einen Crashkurs in Sachen Sauna und Seen, Wodka und Wald, Elfen und Elche. Und das so skurril wie alltäglich, so aberwitzig und schön, dass man vor Lachen heulen könnte.

Programm in Deutsch

Do, 26. bis Sa, 28. März 2020, jeweils um 20.30h Dominik Muheim & Sanjiv Channa «Chunt scho guet»

Chunt scho guet
Foto: Florian Moritz
Ein Kabarettabend mit Musik und Special Effects

 

Der eine ist Künstler, der andere ist Barkeeper. Der eine träumt vom Durchbruch, der andere von einer Geschirrwaschmaschine. An ihrer multifunktionellen Bar sinnieren und musizieren die beiden über verlorene Gemälde, verschollene Hauswirtschaftslehrerinnen, vergessene Schiessereien, Banker mit Burnout und platzende Seifenblasen. Eine Tragikomödie über Sehnsucht, Träume und Erfolg in einer turbulenten Zeit. Ein Abend mit Geschichten und Dialogen mitten aus dem Leben und einer – obacht – unerwarteten Wendung. Regie: Philipp Galizia.

Programm in Mundart

Mo, 30. März 2020, 20.30 Uhr Sven Garrecht «Kleinstadt-Tiger»

Kleinstadt-Tiger
Foto: zvg
Der Sieger des Oltner Kabarett-Castings 2019

 

Sven Garrecht hat begriffen, dass – wenn die Welt wirklich jeden Tag schlechter wird – gestern zwar alles noch nicht ganz so schlimm war, wie es im Moment ist, aber dann immerhin heute noch alles besser ist, als es morgen sein wird. Zum Raufen gehen ihm sowieso langsam die Haare aus und für Masochismus ist er einfach viel zu bequem. Was ihm allerdings scheinbar nie ausgeht, sind die Sprüche. Frisch, frech, charmant und keiner davon ist auch nur halb so alt, wie die Kappe, die er trägt. Mit der Kleinkunst im Herzen schafft er eine Symbiose aus grooviger Popmusik und sinnigem Chanson.

Programm in Deutsch

 

Do, 2. bis Sa, 4. April 2020, jeweils um 20.30h Strohmann-Kauz «Sitzläder»

Sitzläder
Foto: Remo Buess
Theaterkabarett mit den kultigen Senioren Ruedi und Heinz

 

Die alten Freunde hauen ab, aus dem Altersheim und steigen ein in ihre längst geschlossene Stammbeiz. Am Stammtisch kriegen sie Besuch von aufsässigen Zeitgenossen und sitzengebliebenen Kameraden. Zufälle und überraschende Wendungen zwingen die treuen Weggefährten, ihnen unbekannte Rollen zu spielen und für ihren neuen, alten Zufluchtsort zu kämpfen. Strohmann-Kauz erzählen eine Geschichte über Erinnerungen und Leidenschaft, entlebte Dorfkerne und Innenstädte, über junge Nostalgie, echte Freundschaft und alte Kampfbereitschaft. Kabarettistisch. Gesellschaftspolitisch aktuell. Überraschend. Regie: Anna-Katharina Rickert.

Programm in Mundart

Do, 23. bis Sa, 25. April 2020, jeweils um 20.30h Luna tic «Heldinnen!»

Heldinnen!
Foto: zvg
KlavierAkrobatikLiederKabarett – ohne Akrobatik, dafür mit Sophokles

 

Die zwei kecken Damen, Claire aus Berlin und Mademoiselle Olli aus Ost-Paris, wirbeln über die Probebühne. Zum ersten Mal widmen sie sich mit «Antigone» einer klassischen Tragödie und somit auch – meinen sie zumindest – dem Ernst des Lebens. Die Lieder werden griechisch, das Klavier zur Antiquität, Olli spielt die Hauptrolle und Claire philosophiert sich premierenreif. Der Blick hinter die Kulissen zweier Heldinnen der besonderen Art: urkomisch, voller Temperament und furchtbar tragisch.

Programm in Deutsch

Do, 30. April bis Sa, 1. Mai, Do, 7. bis Sa, 9. und Do 14. bis Sa, 16. Mai 2020, jeweils um 20.30h La Satire continue «Ab uff e Notfall»

Ab uff e Notfall
Foto: Barbara Krause

Uraufführung

Eine kabarettistisch-musikalische Infusion für alle Arten von Notlagen

 

Das Ensemble von La Satire continue bietet im Programm zu seinem 20-jährigen Jubiläum nicht nur satirische Abhilfe für medizinische Anliegen, sondern auch für Notstände aller Art bei uns und in aller Welt. So finden sich re-gionale und nationale Gesellschaftsprobleme im Warteraum ein, ebenso wie die verrückte Weltlage, schrumpelige Staatsmänner, schweizerische Eigenheiten und verquere Geistes-haltungen. Gabriela Freiburghaus, Barbara Schneebeli, Bettina Urfer, Ueli Ackermann und Roland Suter präsentieren zeit- und gesellschaftskritische Kleinkunst, mit Biss, Humor, Musik und Gesang.

Programm in Mundart