Das Theater im
Teufelhof Basel

Das Theater im Teufelhof Basel hat sich als Ort für aussergewöhnliche, pointierte und verblüffende Kleinkunst profiliert. Kabarett-Vorstellungen und satirische oder subtil-humorvolle Programme, welche, in der Regel, von den Künstlerinnen und Künstlern selbst geschrieben und gespielt werden, bilden den roten Faden im Spielplan. Das Theater fördert neben bekannten Namen auch unbekannte Talente und begleitet sie auf ihrem künstlerischen Weg. Das Theater im Teufelhof verfügt über 98 Plätze. Spieltage sind normalerweise Do/Fr & Sa um 20 Uhr 30; die «Schaufenster»-Reihe findet jeweils am Montagabend statt. Dank der direkten Verbindung zum Gast- und Kulturhaus Teufelhof werden im Preis reduzierte Kombinationen von Nachtessen und Theaterbesuch angeboten.


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Kulturpartner

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Programm Theatersaison 2018/19

Do, 2. Mai 2019, 20.30 Uhr Marco Tschirpke «Empirisch belegte Brötchen»

Empirisch belegte Brötchen
Foto: Harry Schnitger
Gedichte und Lieder – in überwiegend komischer Manier

 

Marco Tschirpke serviert die delikaten Häppchen seiner typischen, minimalistischen Kunst: Ob Gedicht oder Klavierlied – hier weiss sich einer kurz zu fassen. Gespickt mit Verweisen auf Kunst und Geschichte, bedeutet ein Abend mit Marco Tschirpke vor allem ein intellektuelles Vergnügen. Wie er das Heute mit dem Gestern und das Hohe mit dem Tiefen verquickt, ist so lustvoll und unterhaltsam, dass sein Publikum davon nicht genug bekommen kann. Kostprobe gefällig? „Fondue – das meint: An runden Tischen gemeinschaftlich im Trüben fischen.“

Programm in Deutsch

Fr, 3. Mai 2019, 20.30 Uhr Sebastian Krämer und Marco Tschirpke «Ich n'Lied, Du n'Lied – Level 2»

Ich n'Lied, Du n'Lied – Level 2
Foto: Tomas Rodriguez
Sprachliche Präzision, schwarzer Humor und Klavierspiel vom Feinsten

 

Unter dem schlichten Motto „Ich ’n Lied – du ’n Lied“ teilen sich die beiden Berliner Chansonniers einen Abend. Krämer starrt so lange auf die Dinge, bis diese nervös werden und ihre Abgründe und Risse offenbaren. Das Ergebnis sind Lieder, die harmlos beginnen und im Wahnwitz eskalieren. Tschirpkes Lapsuslieder sind Meisterwerke der Andeutung und des Unvollständigen. Er verschont uns mit Wesentlichem und sagt trotzdem alles. Ein ewiger Wechsel: Yin und Yang, kalt und heiss: Krämer und Tschirpke.

Programm in Deutsch

Sa, 4. Mai 2019, 20.30 Uhr Sebastian Krämer «Im Glanz der Vergeblichkeit»

Im Glanz der Vergeblichkeit
Foto: Christian Biadacz
Beschwingte Melodien und elegante Erzählungen

 

Man weiss nicht, wer mehr zu bedauern ist: Der Jammerlappen oder die, die er nass macht – während sich zeitgenössischer Deutschpop in der Exaltierung von Emotionen gefällt, verlegt Sebastian Krämer sich aufs Gegenteil: beispielhafte Contenance als Umzäunung beispielloser Abgründe. Vergnügte Elegien – ein Genre, das eigens erfunden werden musste ­– führen den Beweis: Schlimmes kann durchaus bekömmlich sein – je nachdem, wie man es anrichtet. In den Kommentaren gibt sich Krämer kapriziös, in den Liedern lieblich bis derb. Und je burlesker die Fassade, desto filigraner die Botschaft. Das ist klagen auf hohem Niveau.

Programm in Deutsch

Mo, 6. Mai 2019, 20.30 Uhr & wegen grosser Nachfrage Zusatzvorstellung Di, 7. Mai 2019, 20.30 Uhr Andrea Bettini «Turne bis id Urne»

Turne bis id Urne
Foto: Hans-Jörg Hurni

Uraufführung

Eine bitterböse, aber auch berührende Abrechnung mit dem Älterwerden

 

Andrea Bettini steht mit einem Bein im Grab. Denn bald wird er 60 Jahre alt. Alt: der angehende Senior stellt sich den Herausforderungen und Unwägbarkeiten, welche dieser Zustand unweigerlich mit sich bringt: Von der Auswahl der richtigen Urne, über das geeignete Fitnessprogramm bis hin zum Widerstand gegen das Jungsein-Müssen. Andrea Bettini blickt dem Dämon in die Augen und stellt sich ihm auf der Bühne. Er nimmt den Kampf ganz alleine mit Schlagfertigkeit, Improvisation, Humor und seiner wunderbaren Mischung als Italoschweizer auf. 

Programm in Mundart

 

 

Do, 9. – Sa, 11. Mai 2019, jeweils 20.30 Uhr Klaus Birk «Liebe Dich!»

Liebe Dich!
Foto: Mathias Becker
Kabarett und Satire für Hirn und Zwerchfell

 

Birk mag Schwaben und Menschen, Wähler und Gewählte, bewundert verwundert Stadt und Land, freut sich über die Qual der Wahl und singt ein fröhlich Lied den Pfeiffen und Pfaffen. Er lässt die Liebe an der langen Leine laufen und führt seinen Mund gassi. Dabei küsst er die Krise, liebt den Benzinpreis und hat politisches Personal zum Fressen gern. „Liebe geht durch den Magen und von dort in den Darm. Wichtig ist halt noch immer, wer hinten rauskommt", ruft Birk allen zu, und: „Jetzt liebt euch halt, ihr Heimwerker der Liebe, und das ganz einfühlsam und zart. Denn: Ruckzuck ist 'ne Schraube locker und die Mutter überdreht.“

Programm in Deutsch