Das Theater im
Teufelhof Basel

Das Theater im Teufelhof Basel hat sich als Ort für aussergewöhnliche, pointierte und verblüffende Kleinkunst profiliert. Kabarett-Vorstellungen und satirische oder subtil-humorvolle Programme, welche, in der Regel, von den Künstlerinnen und Künstlern selbst geschrieben und gespielt werden, bilden den roten Faden im Spielplan. Das Theater fördert neben bekannten Namen auch unbekannte Talente und begleitet sie auf ihrem künstlerischen Weg. Das Theater im Teufelhof verfügt über 98 Plätze. Spieltage sind normalerweise Do/Fr & Sa um 20 Uhr 30; die «Schaufenster»-Reihe findet jeweils am Montagabend statt. Dank der direkten Verbindung zum Gast- und Kulturhaus Teufelhof werden im Preis reduzierte Kombinationen von Nachtessen und Theaterbesuch angeboten.

10 Jahre Theater Teufelhof

Kulturpartner

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Programm Theatersaison 2022/23

Mo, 5. Dezember 2022, um 20.30 Uhr Nicole Knuth und Roman Wyss «Schön ist es auf der Welt zu sein!»

Schön ist es auf der Welt zu sein!
Foto: zvg
Ein satirisches Erzählspektakel mit Musik, Gesang und wenig Tanz

 

Wir wollen doch nur eines: glücklich sein. Das Elend, die Kriege, das Wetter vergessen, die Schuld und ja, auch die weissen alten Männer, die fröhlich der Welten Ruin dirigieren. Doch wo finden, das Glück? Wir servieren es Ihnen! Zwischen Hauptgang und Dessert düsen, düsen, düsen die Schauspielerin und der Pianist von Höhepunkt zu Höhepunkt für Ihr Glück und ihre Gage. Ein ideales Paar, das im Sauseschritt Hoffnung sät. Hossa! Was wollen Sie noch mehr? Etwa über Theo sinnieren? Oder die Vernunft, die zu Grabe liegt? Eben: Let the sunshine in!

Programm in Mundart und Deutsch

 

Do, 8. bis Sa, 10. Dezember 2022, jeweils um 20.30h Jess Jochimsen «Meine Gedanken möchte ich manchmal nicht haben»

Meine Gedanken möchte ich manchmal nicht haben
Foto: Britt Schilling
Brillantes Kabarett, hintersinnige Songs und ungeschönte Dias

 

Jochimsen will raus aus seinem Gedankenkarussell und mal nachschauen, was die Pandemie übrig gelassen hat. Also macht er Inventur im Kopf und sucht nach den Geschichten, die im Radau der letzten Zeit untergegangen sind. Gelassenheit, Solidarität, Vernunft – die müssen hier doch noch irgendwo herumliegen. Zurückgelehnt und entschleunigt dreht Jochimsen den notorischen Rechthabern den Ton ab und beweist, was Satire alles sein darf: anrührend, klug, musikalisch und nicht zuletzt sehr lustig. Und zum guten Schluss zeigt er Urlaubsbilder: für Daheimgebliebene.

Programm in Deutsch

 

Fr, 20. und Sa, 21. Januar 2023, jeweils um 20.30h Matthias Deutschmann «Mephisto Consulting»

Mephisto Consulting
Foto: zvg
Intelligentes Kabarett und hochklassige Unterhaltung

 

Mit einer einzigartigen Mischung aus viel Witz, einer Menge Tiefgang und dazu eine ordentliche Prise Musikalität begeistert Matthias Deutschmann sein Publikum bereits seit mehreren Jahrzehnten. „Mephisto Consulting“ destilliert den naturtrüben Most der Politik zu einer glasklaren satirischen Quintessenz. Deutschmanns neues Solo bietet hochauflösende Propagandafrüherkennung, robuste Selbstverteidigungstechniken gegen den digitalen Mob und feine Ironie in eigener Sache.

Programm in Deutsch

 

Mo, 23. Januar 2023, um 20.30 Uhr «Schluss damit! – 2022»

Schluss damit! – 2022
Foto: zvg
Eine satirische Jahresdiagnose: frech, scharf und überraschend anders!

 

Das Lachen lassen wir uns nicht nehmen. Weder jetzt noch im Rückblick. Wir sehen schwarz und hoffen weiter. Unverblümt und scharfsinnig, ungewöhnlich und tiefsinnig analysieren Sandra Künzi, Elisabeth Hart, Rhaban Straumann und Matthias Kunz (vom Duo Strohmann-Kauz) die wichtigsten Ereignisse des Jahres 2022, ohne den Blick auf andere zu verlieren und setzen es mit spitzer Feder für die Bühne um. Süffig und subtil, mit Humor von trocken bis schwarz, respektvoll und berührend. Regie: Nicole Knuth. Eine Produktion der Oltner Kabarett-Tage.

Programm in Mundart und Deutsch

 

Do, 26. bis Sa, 28. Januar 2023, jeweils um 20.30h Nils Heinrich «Junger Gebrauchter»

Junger Gebrauchter
Foto: Stefan Maria Rother
Kluges, satirisches und knallhartes Kabarett

 

Der knuddelige Kabarettist, der vor 50 Jahren zur Welt kam, ist drinnen immer noch 25. Draussen kriegt er jetzt Falten am Hals. Leute, die ihn regieren, sind teilweise jünger als er.  In diesem Lebensabschnitt reden Männer immer weniger, Frauen immer mehr. Er ist jetzt sein eigenes Forschungsobjekt. Wird er werden wie seine Eltern? Wird er noch vergesslicher, als er jetzt schon ist? Ist es nicht sinnvoll, für sich selbst alternative Wahrheiten zu finden, damit man etwas Eigenes hat und sich von der spiessigen Jugend abgrenzt? Fragen über Fragen und eine einzige Erkenntnis: Du kannst nicht über den Tellerrand gucken, wenn du die Suppe bist.

Programm in Deutsch

 

 

Mi, 1. bis Sa, 18. Februar 2023, (ausser Mo, 6. und Mo, 13. Feb.) Dienstag bis Samstag um 20.30 Uhr, Sonntag um 17 Uhr Schaabernagg & Lumpepagg «The big Reunion Show»

The big Reunion Show
Foto: zvg
Ein humorvoller, augenzwinkernder und spöttischer Abend voller Satire, Kabarett und Musik. Geeignet für alle, die mit der Fasnacht viel, wenig oder gar nichts am (schwarzen) Hut haben.

 

Wer kann sich nicht noch gut an die drei Basler Showstars Felix, Walter und Philipp Beerli erinnern? Als «The B-Brothers» haben die drei Brüder über Jahrzehnte eine unvergleichliche Karriere hingelegt. Sie sind in der ganzen Welt aufgetreten, haben Stadien gefüllt und galten als die grössten Entertainer aller Zeiten. Unglückliche Umstände haben aber bekanntlich dazu geführt, dass es unter den drei zu einem Streit gekommen ist, so dass sich die Wege der Brüder getrennt haben. Nun, viele Jahre später, scheint die Zeit für ein Wiedersehen reif. Doch geht diese Familienzusammenführung problemlos über die Bühne und winkt am Ende gar ein Happy-End?
Auf der Bühne agieren: Heinz Margot, Walo Niedermann, Roland Suter und Michael Giertz.

Programm in Mundart

 

Eintritt auf allen Plätzen CHF 55.–

 

Fr, 10. und Sa, 11. März 2023, jeweils um 20.30h Schertenlaib & Jegerlehner «Angesagt»

Angesagt
Foto: Reto Camenisch
Komisch, schräg und sehr musikalisch

 

Schertenlaib und Jegerlehner fassen die Welt zusammen und vertreiben die Zeit. Fragen über die Unzulänglichkeiten des irdischen Seins führen zu windschiefen Dialogen. Aktuelle Texte treffen auf die vielen Lieder aus den früheren Programmen. Diese Lieder werden gedreht, gewendet und poliert, bis sie als ihre eigene Coverversion neu glänzen. Hits covern? Nein. Vom Song über das Cover zum Hit. Die heilige Dreifaltigkeit des Showbusiness. So geht das neue Covern. So soll es sein. Halleluja.

Programm in Mundart

 

 

Fr, 17. und Sa, 18. März 2023, jeweils um 20.30h Benedikt Meyer «Historisches Kabarett»

Historisches Kabarett
Foto: zvg
Ein ironisch-augenzwinkernder Blick hinter Vergangenes und Gegenwärtiges

 

Wer glaubt, Katzen, Ziegen oder Wellensittiche seien lustig, sollte sich einmal mit Menschen befassen. Im Lauf der Jahrhunderte sind uns so einige Peinlichkeiten passiert, die wir am liebsten für immer vergessen würden. Blöderweise gibt es Historiker. In seinem Programm begibt sich der Science Slammer, Geschichtenstaubsauger und Archivjunkie Benedikt Meyer auf eine Tour d’horizon durch die absurden Seiten unserer Vergangenheit. Von findigen Schmugglern, den Helden unserer Kindheit bis zu Napoleons imaginärem Ross.

Programm in Mundart

 

 

Do, 23. bis Sa, 25. März 2023, jeweils um 20.30h Christoph Simon «Strolch»

Strolch
Foto: Michael Isler
Ein Solo-Kabarett-Stück über die Zwickmühlen und Verstrickungen eines Midlife Cowboys

 

Ein Wohnquartier in der Stadt. Und im Zentrum des Quartiers: die Kaffee-Bar. Sie ist ein Durchgangsheim für Reisepublikum, ein Büro für Online-Broker. Es gibt Studierende im Chat, Bundesbeamte in Sachfragen, Mütter in der Stillpause, Väter im Versteck. Inmitten dieses alltäglichen Treibens: der Strolch. Ein freier Zeitungsmitarbeiter. Ein Mann, der jeden Tag die drei Dinge ins Tagebuch schreibt, die ihm heute gelungen sind. Eine Geschichte, die vom stressigen Hier & Jetzt in ein auch mögliches Hier & Jetzt, das Menschlichkeit und solidarisches Handeln verspricht, erzählt. Nicht alles kommt gut, aber miteinander kommts besser.

Programm in Mundart

 

 

Mo, 27. März 2023, um 20.30 Uhr Akin Schertenleib und Andreas Schertenleib «Déjà-vu – Der Soundtrack des Lebens»

Déjà-vu – Der Soundtrack des Lebens
Foto: zvg
Eine lustvolle Auseinandersetzung mit den eigenen musikalischen Erinnerungen

 

Martha war dreissig Jahre mit Tom zusammen, sang in dessen Band im Background und wusste nach Toms überraschendem Tod nicht, wie ihr Leben weitergehen soll. David ist mit Tom als sein Jugendfreund aufgewachsen. Während Tom auf die Musik setzte, wurde David Lehrer und heiratete. Gemeinsam wollen sich Martha und David von Tom auf eine spezielle Art verabschieden. Sie spielen Songs, die ihnen in ihrer Jugend viel bedeutet haben. Das ruft Erinnerungen an die Träume und Ideale von einst wach. So geraten Martha und David mehr und mehr ins Erzählen und die Musik öffnet die Schublade mit den vergessenen Gefühlen und lässt sie in vergangene Zeiten eintauchen.

Programm in Mundart

 

 

Fr, 31. März 2023, jeweils um 20.30h Sven Garrecht «Wenn nicht jetzt, wo sonst?»

Wenn nicht jetzt, wo sonst?
Foto: Mario Andreya
Schlaue Weisheiten und viele geistreiche Lieder

 

Zeit ist Geld, aber Geld ist nicht alles. Doch manchmal ist das richtige Timing Gold wert. Sven Garrecht hat begriffen, dass – wenn die Welt wirklich jeden Tag schlechter wird – gestern zwar alles noch nicht ganz so schlimm war, wie es im Moment ist, aber immerhin heute noch alles besser ist als es morgen sein wird. Mit der Kleinkunst im Herzen schafft der Musikkabarettist eine Symbiose aus grooviger Popmusik und sinnigem Chanson: frisch, frech, charmant!

Programm in Deutsch

 

 

Sa 1. April 2023, jeweils um 20.30h Olaf Bossi «Endlich Minimalist»

Endlich Minimalist
Foto: Gerol Gröschel
Ein humorvoll-aufgeräumtes Musik-Kabarett-Programm durch den Weniger-ist-mehr-Dschungel

 

Brauche ich das wirklich? Oder kann das weg? Diese Frage hat sich Olaf Bossi vor einigen Jahren gestellt. Während sich in Wohnung, Kalender und Kopf Gegenstände, Termine und Gedanken türmten, war das Konto immer viel zu schnell leer und es fehlten Zeit, Freiheit und Zufriedenheit. In seinem Solo präsentiert er seine wichtigsten und humorvollsten Erkenntnisse auf dem Weg zum Minimalismus-Experten sowie selbst entwickelte Methoden. Er zeigt, dass Aufräumen richtig Spass machen kann und gibt Hilfestellungen für ein leichtes, schuldenfreies und medial entschlacktes Leben.

Programm in Deutsch

 

 

Fr, 21. April 2023, jeweils um 20.30h Susanne Weinhöppel «Die Liebe gibt es»

Die Liebe gibt es
Foto: zvg
Bezaubernde Geschichten und Lieder; mit Harfe und poetischer Satire

 

Die Liebe hat viele Gesichter, viele Sprachen und viele Zeiten. Manchmal ist sie wie vom Erdboden verschluckt und taucht dann an unerwarteten Orten wieder auf. Ein Abend über die Nähe und die Berührung, ein Abend, der tröstet und wärmt, ein Abend, der weiss: Es geht nichts, aber auch gar nichts über einen, den man lieb hat und der zu einem hält: Alles, was wir in der Coronazeit vermisst haben in 65 Minuten!

Programm in Deutsch

 

 

Sa, 22. April 2023, jeweils um 20.30h Reto Zeller & Christian Riesen «Lottenbachs»

Lottenbachs
Foto: zvg
Ein Live-Hörspiel mit zwei Künstlern und sechs Lautsprecherboxen

 

Lottenbachs erleben den Ausnahmezustand: Vater ist im Notwehrmodus auf Kurzarbeit, Mutter führt ihr Golfclubsekretariat im Homeoffice-Keller, Fünftklässlerin Lisa kämpft sich nachts durch Clash-of-Clans-Welten und der 15-jährige Leo tut alles, um das Familienglück irgendwie zusammenzuhalten. In seinem Lockdown-Tagebuch beschreibt er das Knacken im Gebälk des sonst doch prima abgestimmten Mikrokosmos seiner Sippschaft. Lottenbachs ist eine wunderbar-herzhaft-humorvolle Geschichte von Reto Zeller, musikalisch und atmosphärisch untermalt von Christian Riesen.

Programm in Mundart

 

 

Mo, 24. April 2023, um 20.30 Uhr Bänz Friedli & Thomas C. Breuer «Retour – Breuer & Friedli fahren Eisenbahn»

Retour – Breuer & Friedli fahren Eisenbahn
Foto: zvg
Texte und Dialoge übers Daheim-Sein im Unterwegs-Sein

 

Die beiden Preisträger des «Salzburger Stier» teilen nicht nur ein Faible für amerikanische Songwriterinnen, sie befassen sich in ihren Texten auch beide oft mit dem Unterwegs-Sein in öffentlichen Verkehrsmitteln. Ein einmalig geplanter gemeinsamer Abend mit Bahntexten, der den beiden Künstlern und dem Publikum aber so viel Spass machte, dass man beschloss, weitere Vorstellungen anzuhängen. In der kabarettistischen Lesung reden Breuer & Friedli übers Bahnfahren, lesen aus ihren Büchern und tragen Dialoge vor. Wohin die Reise führt, ist ungewiss. Dass es dabei aber einiges zu lachen gibt, weiss jeder, der die beiden kennt.

Programm in Deutsch und Mundart

 

Do, 27 und Fr, 28. April 2023, jeweils um 20.30h Matthias Deutschmann & Volkmar Staub «Die badische Lösung»

Die badische Lösung
Foto: H. Baque
Ein satirisches Planspiel zum Jubiläum der badischen Revolution

 

Baden hat die gescheiterte, doch enorm symbadische Revolution von 1848 im historischen Gepäck. Vor 50 Jahren war es noch unmöglich, mit einer Revolution Sympathiewerbung für Baden zu betreiben. Heute aber können Schwarzwälder Kirsch und Badische Revolution sich symbiotisch verbinden und machen die Region zum politisch korrekten Anziehungspunkt für Wirtschaft, Touristik und Zukunftstechnologie. Deutschmann hat die Beraterfirma „Mephisto Consulting“ gegründet und will Staub als „alemannischen Aborigine“ zur indigenen Gallionsfigur für die Baden-Kampagne aufbauen und so erfolgreich schaffen, woran die Revolution damals scheiterte: ein unabhängiges Baden.

Programm in Deutsch

 

Sa, 29. April 2023, jeweils um 20.30h Ulan & Bator «Zukunst»

Zukunst
Foto: Ruprecht Stempell
Deutschlands beliebteste Absurdisten des schrägen Humors

 

Das Duo Ulan & Bator hat seine ganz eigene Art der Kleinkunst entwickelt. Die beiden Schauspieler präsentieren eine Mischung aus Dada und Wortcollage, aus Slapstick und Pantomime. Wer ihnen auf diesem wild mäandernden Pfad folgt, erlebt einen ungeheuer komischen Abend voller abseitiger Pointen und schräger Perspektiven. Ulan & Bator schenken der Kleinkunst eine wunderbare, neue Facette.

Programm in Deutsch

 

 

Do, 4. bis Sa, 6. Mai 2023, jeweils um 20.30h Sarah Hakenberg «Wieder da!»

Wieder da!
Foto: Josepha & Markus
Kabarett mit mitreissenden Schmähliedern, raffinierten Protestsongs und unverfrorenen Ohrwürmern

 

Es gibt Zeiten, in denen uns das Lachen nur noch im Halse stecken bleibt, in denen der letzte Witz erzählt ist und alle fröhlichen Melodien dieser Welt verklungen sind. Aber diese Zeiten sind ja zum Glück noch nicht angebrochen! Sarah Hakenberg haut vergnügt in die Tasten, schrummt auf ihrer Ukulele und erzählt dabei gleichermassen von Abgründen, die in unserem Inneren schlummern und vom grossen Wirrwarr da draussen. Besser wird die Welt dadurch auch nicht, aber zumindest besser erträglich. Freut euch auf einen Abend voller intelligenter Bosheiten, fröhlichem Charme und unwiderstehlicher Dreistigkeit!

Programm in Deutsch

 

 

Mo, 8. Mai 2023, um 20.30 Uhr Luca Maurizio «Fake News – Herden auf Erden»

Fake News – Herden auf Erden
Foto: zvg
Satirisches Kabarett, poetische Lieder und raffinierter Humor

 

Am Beispiel des Humanisten und Märtyrers Giordano Bruno (1548-1600) wird der jahrhundertalte Krieg über die Deutungshoheit von Information und Wissenschaft satirisch inszeniert. «Wem kann ich noch glauben?», fragt sich der verunsicherte Bürger und meint eigentlich: «Wem will ich noch glauben?» Das Vertrauen in der Herde ist geschrumpft, man ist ja selbstkritisch erzogen worden, man ist ja einzigartig, niemand will jetzt als dummes, folgsames Schaf dastehen. Aber ob es uns passt oder nicht: Über Jahrtausende hat die Natur für Yaks, Wölfe, Delfine, Ameisen und Menschen das Erfolgsmodell der Herde ausgewählt.

Programm in Mundart

 

 

Do, 11. bis Sa, 13. Mai 2023, jeweils um 20.30h Stefan Waghubinger «Ich sag’s jetzt nur zu Ihnen»

Ich sag’s jetzt nur zu Ihnen
Foto: zvg
Ein tiefschwarzer, bissiger und trotzdem liebevoller Blick auf den Sinn und Unsinn des Lebens

 

Waghubinger rüttelt an Türen, begegnet Plüschelefanten und antiken Göttern, schiesst auf Rasenroboter und ist endlich einmal ein Gewinner. Kein Wunder, spielt er doch gegen sich selbst Monopoly. Dabei kommt er auf die spieltheoretische Einsicht: „Wenn man beim Würfeln kein Glück hat, muss man sich beim Würfeln mehr anstrengen.“ Wieder einmal entstehen Geschichten mit verblüffenden Wendungen, tieftraurig und zum Brüllen komisch. Zynisch und warmherzig, banal und zugleich erstaunlich geistreich. Eine Umkreisung der wirklich wichtigen Dinge, warum es so viel davon gibt und warum wir so wenig davon haben.

Programm in Deutsch