Das Theater im
Teufelhof Basel

Das Theater im Teufelhof Basel hat sich als Ort für aussergewöhnliche, pointierte und verblüffende Kleinkunst profiliert. Kabarett-Vorstellungen und satirische oder subtil-humorvolle Programme, welche, in der Regel, von den Künstlerinnen und Künstlern selbst geschrieben und gespielt werden, bilden den roten Faden im Spielplan. Das Theater fördert neben bekannten Namen auch unbekannte Talente und begleitet sie auf ihrem künstlerischen Weg. Das Theater im Teufelhof verfügt über 98 Plätze. Spieltage sind normalerweise Do/Fr & Sa um 20 Uhr 30; die «Schaufenster»-Reihe findet jeweils am Montagabend statt. Dank der direkten Verbindung zum Gast- und Kulturhaus Teufelhof werden im Preis reduzierte Kombinationen von Nachtessen und Theaterbesuch angeboten.

Kulturpartner

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Programm Theatersaison 2016/2017

Do, 15. – Sa, 17. Sept. und Do, 22. – Sa, 24. Sept. 2016 schön&gut «Mary»

Mary
Foto: Christian Reichenbach

Uraufführung

Poetisches und politisches Kabarett

Agneta, die Lettin, soll eingebürgert werden. Heute Abend, von Kellenberger persönlich, Gemeindepräsident von Grosshöchstetten. Sein Herz schlägt für sie. Sie schmeisst seinen Haushalt. Er aber glaubt, sie gehe fremd. Mit Metzger Schön. Schweizerin werden und dabei fremd gehen? Geht gar nicht. Dafür geht Schön, in die Fremde, und überlässt sein Haus den Fremden. Was Kellenberger gelinde gesagt befremdet. Und Frau Gut? Der wirds irgendwann zu bunt, und kurz vor der Gemeindeversammlung hält sie den Dörflern auf ungeahnte Weise den Spiegel vor ... Und wer um alles in der Welt ist Mary?

Der fünfte Streich von schön&gut bringt einmal mehr Wortwitz, Gesang, geistreiche Satire und grenzenlose Fantasie.

Programm in Mundart und Deutsch

Nur Montag 26. September 2016 Patti Basler & Philippe Kuhn «Frontalunterricht»

Frontalunterricht
Foto: www.visualmoment.ch
Schräge Töne und satirische Wortakrobatik

Die Slam-Poetin und der Pianist erzählen von einer Schweizer Schulstube von den 80ern bis heute, vom Grobmotoriker René und von Fröilein Scheidegger, einer Lehrerin wie ein Alpmassiv. Von deutschen, quereinsteigenden Lehrern, vom Lehrplan 21 und wie all das unterminiert ist von Gotthardröhren, Röstigräben und anderen Abgründen, aber von einem Netz aus verbalen Wortketten und roten Fäden zusammengehalten wird. Philippe Kuhns präzis-schräge Töne und Patti Baslers satirische Wortakrobatik schaffen Stimmungen: vom beklemmenden Burn-Out bis zum befreienden Lachen. Eine abendfüllende Lektion für alle, welche die Schule schon immer gehasst oder geliebt haben. Und für alle, die es noch lernen wollen.

Programm in Mundart

Mi, 28. Sept. 2016, 19.45 Uhr «"Na, hören Sie mal" – Der satirische Talk»

Foto: zvg
Eine Live-Sendung von SRF 1 aus dem "Theater im Teufelhof"

 

Gäste: Emil, Fabian Unteregger, Lara Stoll

Am Klavier: Michael Giertz (Les Papillons)

Moderation: Alexander Götz

 

Mit anderen ins Gespräch kommen – hier schlägt das Herz des Schweizer Radios. Und warum nicht auch mal die «lustigen» Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Kabarett & Kleinkunst an einem Tisch versammeln?

Das „Theater im Teufelhof“ hat sich als Ort für aussergewöhnliche Kleinkunst aller Art einen Namen gemacht. Und ist mit dem «Spasspartout» schon länger humorvoll verbunden.

 

Dauer des Anlasses: 90 Minuten – freier Eintritt - um Anmeldung wird freundlich gebeten.

Do, 29. Sept. – Sa, 1. Okt. 2016 Armin Fischer «Lust auf Meer»

Lust auf Meer
Foto: zvg
Klavier-Kabarett

Träumen Sie von der idealen Kreuzfahrt? Sie bekommen immer eine Liege auf dem Sonnendeck, Sie treten am Strand in keinen Seeigel und werden auch beim Stadtbummel nicht ausgeraubt. Wie lustig ist eine Seefahrt denn nun aber wirklich? Der Klavierkabarettist Armin Fischer weiss es: Er arbeitet auf einem Luxusdampfer in der Pianobar als Geräusch und kennt von daher das wahre Bordleben – und Länder und Leute, Landgang und Seegang. Sein Humor ist zum Glück immer trocken geblieben. Lassen Sie sich von den Geschichten des charmanten Entertainers zum Lachen bringen und kultivieren Sie Ihr Fernweh mit Pointen & Piano.

Programm in Deutsch

Do, 20. – Sa, 22. Okt. 2016 Erwin Grosche «Der Abstandhalter»

Der Abstandhalter
Foto: Harald Morsch
Kabarettistische Annäherungen an Menschen, Tiere und Dinge

In Finnland ist der Körperabstand bei Gesprächen ca. 80 cm, in Deutschland ca. 60 cm. Nur der Paderborner Erwin Grosche besteht auf einen Abstand von zwei Metern. „Erst mal gucken, dann sich jucken“, sagt der Ostwestfale. Mehr Abstand, mehr Liebe, mehr Glück. In seinem neuen Kleinkunstprogramm macht der Neo-Narr Ernst. Da wird die Symbolik des Streuselkuchens erklärt, über das Ausgleiten in Dusche und Bad philosophiert, ein Wasserhut vorgestellt und wertvolle Tipps gegeben, wie man ein Leben aus der Ferne führen kann. Typisch Grosche eben. „Meine Frau und ich sind seit dreissig Jahren glücklich verheiratet, aber wir sehen uns auch nur zwei Mal im Monat.“

Programm in Deutsch

Nur Montag 24. Oktober 2016 InterroBang‽ «Schweiz ist geil»

Schweiz ist geil
Foto: Dieter Graf
Eine explosive Mischung aus Wortspielereien, Musik und Gesellschaftskritik

Das Interrobang „‽“ ist ein Satzzeichen, das den ausrufenden Fragesatz anzeigt, und dessen weltweite Verbreitung sich die Künstler Valerio Moser und Manuel Diener zur Lebensaufgabe gemacht haben. InterroBang‽ verbinden Slam Poetry mit klassischem Kabarett: Gnadenlos erforschen sie die Schweizer Volksseele und gehen den wichtigsten Fragen auf den Grund: Ist die Schweiz überhaupt mehr als Idylle und Gülle in Hülle und Fülle? Was hat es mit der Unabhängigkeit auf sich, die in der Schweiz seit Wilhelm Tell friedlich schillert? Wie kommt es, dass zwischen Wandern und Einwandern ein so grosser Unterschied gemacht wird? Und weshalb zieht das Fondue die schöneren Käsefäden als das Raclette? «Schweiz ist geil» ist ein Performance-Feuerwerk, das zahlreiche Überraschungen zu bieten hat ...

Programm in Mundart und Deutsch

Do, 27. – Sa, 29. Okt. 2016 Uta Köbernick «Grund für Liebe»

Grund für Liebe
Foto: Mirco Rederlechner

Ausgezeichnet mit dem Salzburger Stier 2016

Politisch, zärtlich, schön

Als scheinintegrierte Deutsche in der Schweiz schlägt die gebürtige Europäerin ihre Ostberliner Wurzeln tief in die Blumentöpfe unsrer Vorurteile. Mit bezaubernder Leichtigkeit, hinreissender Komik, virtuosem Gesang und einer herrlichen Tiefe geht sie bis an den Rand des Erkennbaren und manchmal Erträglichen. Politisch hellwach, bringt sie Standpunkte ins Stolpern, hilft ihnen schmunzelnd wieder auf und wenn die glauben, wieder festen Boden gefunden zu haben, ist die Erde plötzlich eine Scheibe. Grenzen verschwimmen zu einem Ozean im Wasserkocher und nach einem zauberhaften Abend versteht man die Welt zwar besser, sich selbst aber ein wenig mehr.

Programm in Deutsch

Do, 3. – Sa, 5. Nov. 2016 Zapzarap «Die Erben»

Die Erben
Foto: Chrigi Schmutz
Theater / a cappella

"Die Erben" handelt von vier Stiefgeschwistern, die zusammen den letzten Willen ihrer Mutter erfüllen müssen, um das Erbe antreten zu können. Die Vier beugen sich dem auferlegten Experiment und begeben sich gemeinsam auf die Reise. Als Road Movie angelegt, vereint die Bühne Gemeinsamkeit, Liebe und Zwist der Geschwister. Der A-cappella-Gesang verstärkt dabei die Situationen, macht Geräuschkulissen oder gibt mit Liedern dem Ausdruck, was mit Worten allein nicht gesagt werden kann. Der neuste Zapzarap-Streich ist eine Mischung aus A-cappella-Gesang und darstellerischen, akrobatischen und pantomimischen Elementen, die seinesgleichen sucht.

Programm in Mundart und Deutsch

Nur Montag 7. November 2016 Faltsch Wagoni «Deutsch ist Dada hoch 3»

Deutsch ist Dada hoch 3
Foto: zvg

Das Programm zum Jubiläum "100 Jahre Dada"

Wortbeat-Sprach-Humor-Musik-Poesie-Kabarett

Wenn diese zwei sich streiten, freut sich das Publikum. Er haut ihr elegant die Wortspiele um die Ohren und tanzt sein Ganzkörper-Kabarett. Sie kontert mit trockenem Humor und rhythmischer Schlagfertigkeit.
Silvana und Thomas Prosperi alias Faltsch Wagonizelebrieren Sprache mit allen Mitteln der Kunst: schräger Unsinn, herrlicher Sprachwitz und geniale Songs, gemäss dem Motto: „Der Mensch braucht Musik, sonst ginge er flöten.“ Eine hinreissende und hochintelligente Sprach-Revue in Dada-Manier, passend zum Jubiläum „100 Jahre Dada“!

Programm in Deutsch

Do, 10. – Sa, 12. Nov. 2016 Sarah Hakenberg «Nur Mut!»

Nur Mut!
Foto: Lina Eisermann
Kabarett mit messerscharfem Witz und diabolischer Ironie

Oma war noch mutig. Wenn jemand behauptete, ein Lebensmittel sei krebserregend, schob sie es in den Mund und meinte: „Auch der Tod will seine Ursache haben.“ Warum sind wir heute nur so ängstlich? Kinder stehen unter ständiger Beobachtung ihrer Eltern, Jugendliche trauen sich nicht mehr, die Schule zu schwänzen, Erwachsene bringen ihr erspartes Geld zur Bank und viel zu wenige Menschen riskieren – ausser bei Facebook – ihren Mund aufzumachen. Das neue Programm von Sarah Hakenberg macht Lust, mal wieder etwas zu wagen! Viel Spass bei einem Abend voll intelligenter Unverschämtheit, fröhlichem Charme und unwiderstehlicher Dreistigkeit!

Programm in Deutsch

Do, 17. – Sa, 19. Nov. 2016 Jess Jochimsen «Krieg ich schulfrei, wenn Du stirbst»

Krieg ich schulfrei, wenn Du stirbst
Foto: Felix Groteloh
Kabarett gegen den alltäglichen Wahnsinn

Jochimsen schnürt ein Paket mit Texten, Liedern und Dias: Ausgangspunkt sind dabei die Geschichten über seinen chaotischen Sohn Tom und den ganz normalen Wahnsinn der Erziehung. Während andere Kinder darauf gedrillt werden, ihre Eltern glücklich zu machen, verschönert Tom lieber Wahlplakate, sagt unliebsamen Verwandten und Ordnungshütern die Wahrheit und zieht in der Schule einen Wettring mit Fussballbildchen auf. Sein bekloppter Vater hat alle Hände voll zu tun, dem kindlichen Anarchismus Herr zu werden. Jess Jochimsen präsentiert eine Hommage an den kindlich unverstellten Blick auf die Welt – mit Mut zur Improvisation, mit Liebe zu anrührender Komik, mit Lust auf aktuelle politische Breitseiten und gegen alle Trends: Ein immer wieder einmaliger Abend.

Programm in Deutsch

Nur Montag 21. November 2016 Irmgard Knef «Heute Abend: Irmgard Knef»

Heute Abend: Irmgard Knef
Foto: zvg
Ein Kabarett-Theater-Chansonabend

Irmgard Knef – die wunderbare „Kleinkunst-Erfindung“ des Berliner Kabarettisten, Autors und Schauspielers Ulrich Michael Heissig – präsentiert ihrem Publikum brandneue, groovige Songs voller Swing und Jazz und Highlights aus ihren Soloprogrammen. Dabei spannt sie den Bogen von Schubert bis Gershwin und Jobim, und demonstriert eindrucksvoll ihre enorme musikalische Bandbreite. 
Aus ihrem privaten Nähkästchen plaudert sie immer wieder haarsträubende Geschichten aus und erzählt unglaubliche Anekdoten aus einem bewegten Künstlerinnendasein. Lakonisch und unsentimental. Unkonventionell und eigensinnig. Eine Berliner Schnauze mit Herz und Verstand. Musikalisch, komisch, gut!

Programm in Deutsch

Do, 24. – Sa, 26. Nov. 2016 Bernd Kohlhepp «Mit dem Faust aufs Auge»

Mit dem Faust aufs Auge
Foto: Felix Groteloh
Ein komischer Schwabe mit faust'schen Geistesblitzen

Die Frage liegt auf der Hand: Wie hilft uns klassische Bildung beim Wahnsinn zwischen Babyjahr und Menopause, zwischen Elternabend und Erlebnisklettern durch den Alltag? Bernd Kohlhepp hat sich das „Faust“-Drama vorgeknöpft, zerlegt und wieder zusammengebaut, ist Faust, Mephisto und Wagner zugleich. Er liefert eine textsicher auf den Kopf gestellte Ein-Mann-Show ab, verblüfft sein Publikum mit grossem Talent. „Sie haben Ihren Faust vergessen?“, fragt er. „Dann sitzen Sie heute Abend hier an der richtigen Stelle!“ Bernd Kohlhepp hält dem klassischen Stoff die blanke Wirklichkeit entgegen und lässt daraus ein neues Genre entstehen.

Programm in Deutsch

Fr, 2. und Sa. 3. Dez. 2016, 20.30 h sowie So, 4. Dez. 2016, Matinee 11.00 h Tina Teubner & Ben Süverkrüp «Stille Nacht bis es kracht»

Stille Nacht bis es kracht
Foto: zvg
Lieder, Kabarett, Unfug zur Weihnachtszeit

Weihnachten kommt. Ob wir wollen oder nicht. Wir können es lieben, wir können es hassen – der Erwartungsdruck bleibt. Grund genug, sich gründlich vorzubereiten. Tina Teubner, studierte Melancholikerin mit starker Tendenz zu humorvollen Lösungen, weiss: Wer den Weihnachts-GAU in all seinen Varianten schon vorher durchgespielt hat, ist gewappnet für das Fest der Liebe. Schenken, Essen, Trinken, Liedgut – und das alles im Angesicht des Erlösers: Diesen Wahnsinn übersteht nur, wer darüber lachen kann. Und wer selber kein Gedicht kennt, sollte wenigstens den Vortrag der Anderen stören. Zwei Stunden Tina Teubner und Ben Süverkrüp sind so schön wie die erste Liebe. So böse wie die geheimsten Wünsche. Und so wirksam wie zwei Jahre Couch.

Programm in Deutsch

Do, 8. – Sa, 10. Dez. 2016 Clara Buntin «Clip & Clara»

Clip & Clara
Foto: zvg
Wortspielereien, skurrile Moderationen und Lieder voller Poesie, Schalk und Melodie

Clara Buntin kommt von der Musik und auch vom Theater. Sie kommt aus Deutschland und auch aus Italien. Mit ihrer argentinisch-italienischen Mutter und ihrem ostpreussisch-litauischen Vater ist sie in München aufgewachsen und lebt heute in Zürich. Dorthin verschlug es sie der Musik wegen, namentlich der ersten A-cappella-Girlgroup "The Sophisticrats“. Mit quirliger Leichtigkeit und ungewöhnlichen Ideen präsentiert sie in ihrem Programm ihren Irrwortwitz und verursacht leichte Vibrationen in den Gehirnwindungen. So manche Verwortelung mischt sich in das Stimm- und Tastengeklirre. Als gut eingespieltes Solo servieren „Clip & Clara“ skurrile Dada-Häppchen. Ein Abend mit grösstem Unfug, vorgetragen mit höchster Überzeugung, gepaart mit einer schönen Stimme.

Programm in Deutsch