Das Theater im
Teufelhof Basel

Das Theater im Teufelhof Basel hat sich als Ort für aussergewöhnliche, pointierte und verblüffende Kleinkunst profiliert. Kabarett-Vorstellungen und satirische oder subtil-humorvolle Programme, welche, in der Regel, von den Künstlerinnen und Künstlern selbst geschrieben und gespielt werden, bilden den roten Faden im Spielplan. Das Theater fördert neben bekannten Namen auch unbekannte Talente und begleitet sie auf ihrem künstlerischen Weg. Das Theater im Teufelhof verfügt über 98 Plätze. Spieltage sind normalerweise Do/Fr & Sa um 20 Uhr 30; die «Schaufenster»-Reihe findet jeweils am Montagabend statt. Dank der direkten Verbindung zum Gast- und Kulturhaus Teufelhof werden im Preis reduzierte Kombinationen von Nachtessen und Theaterbesuch angeboten.

Kulturpartner

kultkino_Logo1 GBK

Mitglied der GBK Genossenschaft Basler Kleintheater

Programm Theatersaison 2015/2016

Spielbeginn jeweils um 20.30 Uhr

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Do 25. bis Sa 27. Februar 2016 - Am Do 25. Februar zeichnet Radio SRF 1 den Abend für die Sendung "Spasspartout" auf! Horst Evers «Hinterher hat man's meist vorher gewusst»

Hinterher hat man's meist vorher gewusst
Foto: KIKE
Schräge Geschichten mit grotesker Weitsicht

Was immer warum, weshalb, wodurch und wann auch irgendwie, irgendwo passiert ist. Einige der Freunde von Horst Evers haben es stets schon lange vorher gewusst. Schon immer eigentlich. Egal, wie überraschend ein Ereignis auch eingetreten ist, der Kommentar der Freunde beschränkt sich in der Regel auf ein souveränes: „Das war doch klar.“ Ob NSA, Lebensmittelskandale oder auch wirklich erstaunliche und umfangreiche private Katastrophen. Die Freunde habens immer schon vorher gewusst. Das aber natürlich erst, nachdem es passiert ist. Horst Evers erzählt viele kleine, harmlos beginnende Geschichten; liest, ruft, dröhnt, zischt und wummert sie heraus, dass es nur so eine Art hat. Ein grandioser Spass: für das Publikum, genauso wie für Horst Evers selbst.

Programm in Deutsch

 

Am Donnerstag 25. Februar zeichnet Radio SRF 1 den Abend mit Horst Evers für die Sendung "Spasspartout" auf:

 

Horst Evers - Schräge Geschichten mit grotesker Weitsicht - live aus dem Theater im Teufelhof Basel
Es ist sehr viel drin in diesem Abend, wie immer verpackt in vielen kleinen, harmlos beginnenden Geschichten. Horst Evers hat sein aktuelles Programm im Gepäck. Aber einer, der sich die "Rampensau" als Agentur ausgewählt hat und jeden Dienstag einen neuen Text auf seinem Blog veröffentlicht, wird bei einer Radio-Aufzeichnung und einem seiner seltenen Schweiz-Auftritte nicht einfach sein Programm runterspulen. Evers liest, ruft, dröhnt, zischt und wird für das Teufelhof-Publikum die eine oder andere Überraschung aus dem Notizheft zaubern.

Ausstrahlungstermine: Mittwoch 13. April 2016 (Teil 1) und Mittwoch 18. Mai 2016 (Teil 2), jeweils um 20 Uhr auf SRF 1.

Produktion: Radio SRF 1 - Redaktion: Barbara Anderhub

 


Nur Montag 29. Februar 2016 Die Gebirgspoeten «Radio Alpin»

Radio Alpin
Foto: zvg
Skurriles, Absurdes, Witziges und Hintersinniges

Die Gebirgspoeten, alias Matto Kämpf, Achim Parterre & Rolf Herrmann, sitzen in ihrem neuen Programm in einem selbstgebauten Radiostudio in der Mittelstation Schindelalp und müssen mangels Ressourcen alles selber machen: Moderation, Gäste, Aussen-Korrespondenten, Hörerinnen am Telefon, Jingles, Werbung, Songs und Geräusche. Ein heiserer Reporter berichtet aus einer Lawine. Im Schangnau kocht ein Meringue-Skandal die Gemüter hoch. Ein Talkgast erzählt von seiner Passion: den Vatikan in Originalgrösse aus Käserinde nachzubauen. Und als Gutenacht-Geschichte gibt es für die Kleinen die Apokalypse auf Berndeutsch. Der Wille zum eigenen Radiosender ist gross, die Fähigkeiten sind begrenzt und der Dilettantismus hinkt hinterher. Radio Alpin - von Menschen für Menschen.

Programm in Mundart


Do 3. bis Sa 5. März 2016 Axel Pätz «Chill mal!»

Chill mal!
Foto: Alex Lipp
Tastenkabarett

In seinem dritten Soloprogramm zieht Axel Pätz wieder alle Register seines textlichen, musikalischen und darstellerischen Könnens und lässt dabei keine Absurdität aus: Evaluationsgespräche unter Kleinkindern, das ausschweifende Nachtleben der Generation Ü-80 oder durch Genozid traumatisierte Bakterien unter dem Latexhandschuh einer Fleischfachverkäuferin. Auch drängende Fragen unserer Zeit, z. B. ob Selbstmordattentäter ein Beruf mit Zukunft ist, und welche Konsequenzen es hat, wenn man nachts im Körper eines Bayern erwacht, klärt Axel Pätz mit geballter Kraft und komplexer Lebenserfahrung. Mit klaren Worten und viel Musik schildert er seine in den dunklen Schluchten des brutalen Alltags erworbenen Erkenntnisse auf allen Gebieten des täglichen Lebens.

Programm in Deutsch


Do 10. bis Sa 12. März 2016 Valsecchi & Nater «grenzwertig»

grenzwertig
Foto: zvg
Musikkabarett

In ihrem dritten Bühnenprogramm «grenzwertig» berichten die Kabarettisten Diego Valsecchi & Pascal Nater von einer Welt, in der Grenzen verteidigt, verschoben oder verschwommen werden. Im Spiel mit ihren Mundartliedern und satirischen Anekdoten schneiden sie neue Ränder in alte Muster. Mit warmer Stimme und kaltblütiger Präzision beissen sie in den harten Kern der Schweiz und besingen die eigene weiche Schale. Sie schauen genau hin, wie die Früchte des perfekt inszenierten Schweizer Stillebens künstlich gereift werden und treten genüsslich in die Fettnäpfchen des faulen Systems.

Programm in Mundart und Deutsch

 


Do 17. bis Sa 19. März 2016 Alfred Dorfer «bisjetzt - solo»

bisjetzt - solo
Foto: zvg
Eine kabarettistische Werkschau

Der Titel lässt es schon anklingen: In „bis jetzt – solo“ blickt Dorfer zurück, nicht nur auf die eigene Biografie, nach dem Motto „Meine besten Jahre“, das wäre ja nicht abendfüllend. Die Perspektive setzt weiter oben an. Zeitgeschichte passiert Revue, Vergessenes, Verdrängtes, Erinnerlichtes, Neues. Alfred Dorfer kombiniert, kontrastiert, collagiert Ausschnitte und Bruchstücke aus seinen Anfängen im Ensemble Schlabarett, seinen Koproduktionen mit Josef Hader („Freizeitmesse“, „Indien“) bis zum preisgekrönten „fremd“ und komponiert sie alle gekonnt mit ordentlich Selbstironie zu seiner eigenen, fiktiven (?) Biografie zusammen. „bis jetzt – solo“ ist deshalb kein handelsübliches Best of, sondern, wie bei ihm üblich, ein eigenständiges Stück voll fröhlichem Nihilismus. Es ist die zielstrebige Spurensuche eines leidenschaftlichen Vordenkers und Nachfragers, eines engagierten Wurzelbehandlers und Fassadenabklopfers, eines satirischen Trapezkünstlers und melancholischen Sokratikers. Kurz: Eine Werkschau Dorfers, über den die Süddeutsche Zeitung schrieb: „Er ist der vielfältigst Begabteste unter seinen deutschsprachigen Kollegen.“

Programm in Deutsch


Do 7. bis Sa 9. April 2016 Hazel Brugger «Hazel Brugger passiert»

Hazel Brugger passiert
Foto: Fabian Stuertz
Das erste Kabarettprogramm

In ihrem ersten abendfüllenden Programm zieht Hazel Brugger aus, die Welt zu verbessern. Immerhin für einen Abend. Virtuos und stets bescheiden, brüskiert und berührt sie, kreiert wilde Geschichten aus dem Nichts und findet schöne Worte für das Hässliche. Mit ihrem verspielten Charme penetriert sie kompromisslos die Psyche jedes Zuschauers – und der hat auch noch Spass daran. Schonungslos, detailverliebt und mit viel Herz zerlegt Brugger die Welt in Einzelteile. Und führt ihr Publikum dabei stets über einen schmalen Grat, mal still, mal wild, aber immer sehr komisch. Hazel Brugger ist Schweizermeisterin im Poetry Slam 2013 und ist auf Theaterbühnen, im Radio oder im Fernsehen des deutschsprachigen Raumes anzutreffen. Ausserdem schreibt sie eine Kolumne im „Das Magazin“ und moderiert einmal im Monat den Live-Talk „Show and Tell“ im Theater Neumarkt Zürich.

Programm in Mundart und Deutsch


Nur Montag 11. April 2016 Widmer «Eine humorvolle Hommage mit Szenen und Texten von Urs Widmer»

Eine humorvolle Hommage mit Szenen und Texten von Urs Widmer
Foto: Bernhard Fuchs
René Ander-Huber, Helmut Vogel & Klaus Henner Russius

Im Laufe seiner reichhaltigen Schaffensphase hat der Basler Schriftsteller Urs Widmer zahlreiche „Kellner-Szenen“ geschrieben, die in gewohnt tragikomischer Weise die Freuden und Leiden dieser Berufsgattung erfassen. Die beiden Kellner (Helmut Vogel und René Ander-Huber) erzählen von vergangenen Zeiten, als das Kellnerdasein noch glorreicher war: “In Paris, als Baudelaire noch am Leben war“ und Kellner noch in “Pyramiden, knapp kellnergross“ bestattet wurden. Der einzige Gast ist gleichzeitig der Erzähler (Klaus Henner Russius), der sich mit den Schauspielern abwechselt und Ausschnitte aus Urs Widmers Erzählungen liest. Das Stück lässt den Geist des grossartigen Schriftstellers noch einmal aufleben.

Programm in Deutsch

Do 14. bis Sa 16. April 2016 Sigi Zimmerschied «Tendenz steigend»

Tendenz steigend
Foto: zvg
Ein kabarettistische-theatraler Hochwassermonolog

Wirkungsvolles Kabarett ist wie Hochwasser. Es kommt überraschend, mit aller Kraft, fordert alle Sinne und hinterlässt irritierte Sicherheit. Das unterscheidet es vom lauwarmen, fernsehtauglichen Comediefussbad. Da hilft kein App. Depp bleibt Depp. Tendenz steigend. Die Wahrheit ist abhängig vom Wasserstand. Halsaufwärts kommen wir dem Wesentlichen näher. Aber eine Menschheit, die bereits für den Weg aufs Scheisshaus eine App braucht, will Gewissheit. Sie will gestern wissen, was sie morgen sagen wird, wenn man sie fragt, was sie heute gesehen hat. Tendenz steigend. Themen? Zimmerschieds neues Programm ist ein nahezu aristotelisch gebautes Ein-Mann-Drama über die Flut von 2013, betrachtet von Zimmerschieds Fenster aus, dessen Haus realiter wenige Meter vom Innufer entfernt steht und wie viele schwer verwüstet wurde. Auf der zweiten Ebene wird das Hochwasser zur Chiffre des Menschen in Grenzsituationen. Was geschieht mit mir, wenn das Wasser den Hals übersteigt? Wie Zimmerschied das durchdenkt und spielt - energetisch explosiv, in der Textqualität meisterhaft und in der Detailschärfe der Analyse mikroskopisch genau. Dieses Kabarett-Theater beginnt leise und endet noch leiser, ein feinfühlig gestalteter Bogen. Dazwischen steigert sich Zimmerschied in einen berauschenden Schauspielexzess. Ein grandioses Solo.

Programm in Deutsch

Do 21. bis Sa 23. April 2016 Gunkl «So Sachen - Ein Stapel Anmerkungen»

So Sachen - Ein Stapel Anmerkungen
Foto: Robert Peres
Kabarett der besonderen Art

Er muss ein ganz besonderes Kind gewesen sein, dieser Günther Paal, alias Gunkl, aus Wien. Nicht schwierig für die Umwelt, aber schwierig für sich selbst, wie er berichtet. Wenn man als Kind schon vom Kasperl echt verwirrt wird, dann wirds nicht leicht im späteren Leben. So oder so, das wird echt kompliziert. Natürlich kann man jemanden fragen, aber man erfährt meistens nicht das, wonach man gefragt hat, sondern man weiss dann nur, was der andere gern für Antworten gibt. Das weiss man dann. Menschlich sicher sehr wertvoll, aber wenn man als Kind gerade vom Kasperl echt verwirrt wird, dann interessieren einen andere Sachen. Gunkl zeigt in seinem Programm auf, dass die Menschheit durchaus noch erwachsen werden könnte. Dass Aufklärung lustig ist und Denksport in Trost mündet, das ist aussergewöhnlich und rar. Dafür braucht man schon einen besonderen Kabarettisten.

Programm in Deutsch

Nur Montag 25. April 2016 Dominik Muheim «Und plötzlig zmitz drin»

Und plötzlig zmitz drin
Foto: zvg

Vorpremiere

Kabarettsolo

Und plötzlich bist du 22 Jahre alt und plötzlich bist du Lehrer und plötzlich stehst du mitten im Leben. Nun wird von dir erwartet, dass du wie ein erwachsener, vernünftiger Mensch handelst und dich der Gesellschaft anpasst, gleichzeitig wirst du aber auch als jung und unerfahren abgestempelt. Und eigentlich wolltest du doch Rockstar werden. Dominik Muheim ist anfangs zwanzig und erzählt Geschichten übers Erwachsenwerden in einer verrückten Welt. Mal ruhig und poetisch, mal laut und absurd, mal mit einem Hauch Zynismus, aber immer ohne verbissene Weltschmerzideologie. Der Baselbieter Dominik Muheim, Gewinner der U20 Poetry Slam Schweizermeisterschaften 2012, des Teamwettbewerbs an den Poetry Slam Schweizermeisterschaften 2015 und des ersten Preises des Oltner Kabarett-Castings 2015.

Programm in Mundart

Do 28. bis Sa 30. April 2016 Sibylle & Michael Birkenmeier «Dings16»

Dings16
Foto: Christoph Hoigné
... ein Abend, der weit darüber hinaus geht

Dass etwas noch läuft, heisst nicht, dass es noch lebt. Aber wir leben – und ob, und wie! Darum geht es im Kabarett-Abend von Sibylle und Michael Birkenmeier (Regie: Georg Darvas). Um die Unterscheidung zwischen Reflexen und Reflexion. Die Birkenmeiers machen Kabarett für Leute, die ihren Kopf noch dran haben. Menschen, bei denen Reflexion und nicht Reflex das Lachen hervorbringt, wenn ihnen plötzlich ein Licht aufgeht. Sibylle und Michael Birkenmeier lassen die seichte Biederkeit des konsensorientierten Schenkelklopfhumors weit hinter sich – sie möchten, dass ihr Publikum beschwingt, hellwach und freudig aus dem Kabarettabend kommt. Das Geschwister-Duo aus Basel gehört zu den Erfahrensten und Vielseitigsten in ihrem Fach. Mit virtuosem und rasantem Wechselspiel aus Wort, Gesang, Instrumentalmusik und Szenerie sind sie ein Begriff für gesellschaftskritisches Theaterkabarett in der Schweiz geworden.

Programm in Mundart und Deutsch